BOR

Klang-Wort-Bild-Performance von Balba & Blum
für flötenspielende Performerin, Hammondorgelspieler, Laptop, Analog-Elektronik und Video

Barbara Balba Weber (Bern), Flöte/Performance/Musik/Text
Dominik Blum (Winterthur), Hammondorgel/Elektronik/Musik/Klangregie
Theo Spinnler  (Winterthur), Visuals
Marcel Leemann (Bern), Choreographie/Regie


Ein Stunde lang werden Barbara Balba Weber an Flöte, Mikrofon und Talkbox, und Dominik Blum an der Hammondorgel einen musikalischen und visuellen Albtraum inszenieren, der dicht an die Grenze des Erträglichen geht, was Komplexität und körperliche Klanglichkeit anbelangt. Blum benützt seine Pedalorgel nicht im traditionellen Sinn, sondern als ungestüme polyrhythmische Klangmaschine, die eine Stunde lang ununterbrochen wimmernde, wabernde, pulsierende Sounds, Geräusche und Motivfetzen improvisatorisch auf ein mittels analogem Quad -LFO-Generator gesteuerten und mit Bandechomaschinen und Analogsynthesizer angereichertes Quadro-Lautsprechersystem jagt, welches auf das (sich mittendrin befindende) Publikum einwirkt.

Balba setzt dieser Klangwucht eine selbsterfundene Sprache auf der Flöte und am Sprechmikrofon entgegen. D.h., sie tut alles- nur nicht Flöte spielen und sprechen. Es kommt dabei ein Amalgam aus unverständlichen Sprachfetzen und verstärkten, verfremdeten Flöten- und Stimmklängen heraus. Kombiniert wird Balbas akustische Ebene von einer Choreographie, die sie zusammen mit dem Choreographen/Regisseur Marcel Leemann entwickelt hat, und die das Thema Enge und Getriebenheit ebenfalls (und in ganz anderer Weise) in traumatische Bewegungen umsetzt.

Was Theo Spinnler mit seinen Videoprojektionen aus sich ständig verändernden Punkten, Flecken und Strichen auf Boden und Wände bringt, macht auch die Musik von Balba&Blum: sie bewegt sich als improvisatorischer Prozess in verschiedenen Räumen. Klangräumen, in denen auch Aesthetiken diverser Protagonisten des 20. Jh (Hermann Meier, Pink Floyd, Stockhausen u.a.) improvisatorisch verarbeitet und in den Ablauf gesetzt werden.

Als Bühnenbild (das gleichzeitig die Utensilien für die performerischen Improvisationen liefert) dient eine Unmenge von Kabeln, mehrer Mikrofone, eine Talkbox mit der Stimme von John Cage und die als schwarzer Käfig inszenierte Hammondorgel (auf den projiziert wird). 

Klangbeispiele unter Audio                 Clips bei Video                Fotos von den Proben